Karte oder GPS ? – Erfahrungen
12. August 2010 – 11:09GPS oder kartenlos fahren – Erfahrungen:
Radfahren mit GPS wird immer interessanter. Diverse Portale buhlen um die Gunst der “GPS-Radler”. Einen interessanten Bericht von einem unserer Mitglieder zu diesem Thema gibt es hier: Radwandern ohne Karte (Teil 1).
Erste Erfahrungen habe ich (Administrator) gesammelt beim Tracking von Strecken die zum Nachradeln im Tourenportal eingestellt sind. Dafür wurde das Falk F5 Navigationsgerät und der Magic Maps Explorer genutzt. Das Navigationsgerät hat eine sehr flache Bauart, so dass es problemlos ins Kartenfach der Lenkertasche passt. Ein mit der Software von Magic Maps mitgeliefertes Batteriefach bestückt mit 4 guten Akkus (nicht im Lieferumfang) ist allerdings ein Muss. Mit entsprechenden Akkus ausgestattet ergibt sich eine sehr lange Laufzeit. Tagestouren ohne Akkuwechsel sind kein Problem. Das Batteriefach habe ich ebenfalls regensicher im Kartenfach der Lenkertasche untergebracht. Das digitale Kartenmaterial ist stimmig und zeigt Wald und Wanderwege. Mit Magic Maps können die Tracks importiert, bearbeitet, in einer Projektdatei gespeichert und auch wieder als GPX Datei exportiert werden. Besichtigt werden können die Tracks im GPX Viewer (Fremdanbietersoftware, ggf. kostenpflichtig). Für die Übertragung auf andere Geräte wird lt. Beschreibung zusätzlich die Magic Maps To Go Software benötigt.
Fazit: Wer ein Navigationsgerät sucht, dass zugleich Auto- und Fahrradnavigation beherrscht ist mit einem Bundle Falk Navigerät und Magic Maps gut bedient.
Preis und Qualität spielen allerdings nicht in der Schnäppchenliga mit.
Der Admistrator/Radler
6 Responses to “Karte oder GPS ? – Erfahrungen”
Auto- und Fahrradnavigation ist ein Thema, das sich gut anhört. Auch das Tracking von Strecken interessiert mich, weil ich meine Tourendokumentation, die ich handschriftlich seit 1973 führe, damit erheblich effizienter gestalten könnte. Vielleicht sind auch Synegieeffekte mit dem ADFC-Tourenportal möglich. Ohne intensive theoretische Beschäftigung mit der Materie, kann ich mich nicht zum Kauf eines Gerätes und der Software entscheiden. Erfahrungen sind da willkommen. Welche Kartengrundlagen gibt es? Sind Geräte und Karten kompatibel oder macht “jeder sein Ding”? Was kosten Kartenupdates? Und – ein wichtiges Thema – gibt es schon Lösungen für die Stromversorgung aus dem Nabendynamo? Mir hat ein Motorradfahrer das Garmin nüvi 550 Allround empfohlen.
By Eisenbahner on Mrz 3, 2009
Inzwischen habe ich mein Ziel der automatisierten Tourendokumentation (Tracking) erreicht. Mein neues Mobiltelefon (Nokia N 79) hat einen GPS-Empfänger. Andere Handys bieten das inzwischen auch. Unter http://www.trackspace.de erhält man nach Anmeldung eine kostenlose Software für das Handy, dass im 10-Sekunden-Takt (auch andere Zeit einstellbar) ab einer Geschwindigkeit von 3 km/h (auch änderbar) Koordinaten aufzeichnet. Die gefahrene Strecke lässt sich auf http://www.trackspace.de hochladen, bearbeiten, auf verschiendenen Kartengrundlagen betrachten, veröffentlichen und in andere Formate exportieren. Interessant ist der Export in das KML-Format und die Darstellung oder das Überfliegen in Google Earth. Für Trackspace gibt es relativ einfach die Karten von open street map (OSM) und open cycle map (OCM) für den Track ebenfalls kostenlos zum Herunterladen. Damit ist eine grobe Orientierung des Tracks bereits auf dem Handy möglich. Eine WLAN-Schnittstelle im Handy und ein Heimnetzwerk mit DSL-Flatrate erspart Downloadkosten über den Mobilfunkanbieter, ist aber nicht Bedingung. Die Software und die Nutzung des Internetportals sind kostenlos. Für einen geringen Jahresbeitrag von 9 Euro wird noch etwas mehr geboten.
By Eisenbahner on Sep 25, 2009
Für alle die die “eierlegende Wollbuttersau” suchen ist sicher Vieles in Gange auf dem Gebiet und man könnte sich ständig neue Technik und Software zulegen. Ich hatte es nun einfach satt in teure Lizenzen und Karten zu investieren. Also habe ich mir ein Garmin eTrex zugelegt und mich ein wenig in das Open Street Map (OSM) Projekt eingearbeitet. Mittlerweile gibt es dort schöne Radkarten, die ständig (manche fast täglich) durch die dort Aktiven aktualisiert werden. Und jeder kann mitmachen der Tracking betreibt. Ein offenes Projekt also. Und das Ganze kostenlos. Die Karten lassen sich bis auf 5m zoomen. Ein wenig Einarbeitung in die Software ist allerdings von Nöten. Am Besten nach Anleitung auf den OSM Portalen vorgehen.
Es wird mir in Gesprächen immer wieder die Frage gestellt, ob das vergleichbar ist mit Autonavigation.
Im Prinzip ja. Nur abhängig von der Software dauert es etwas länger, die Zieleingaben zu machen. Will man bestimmte Strecken fahren, so muss man sich diese am Computer “erzeichnen” und mit einer entsprechenden Schnittstelle auf das GPS übertragen. Dann kann man diese Routen nachfahren.
Hierbei ist aber z.B. im OSM vieles bereits für Garmin Geräte und die Garmin Software MapSource optimiert. Auf der Website http://openmtbmap.org/ gibt es eine Velomap mit letztem Kartendatenupdate.
By Radler on Mai 3, 2010
Die zielgerichtete Suche nach Informationen zu einem gewissen Thema ist manchmal nicht so einfach. Darum verweise ich an dieser Stelle auf meinen ersten Erfahrungsbericht http://www.adfc-schwerin.de/wp-content/uploads/2010/07/Radwandern-ohne-Karte-Teil-1.pdf unter dem Register “Home” dieses Internetauftrittes. Ein zweiter Bericht wird folgen.
Zu der Frage, ob die Navigation für das Fahrrad (auch für das Wandern) vergleichbar mit der Autonavigation sei, kann ich sagen: JEIN. Ich nutze inzwischen die vom Auto gewohnte und auch für Fußgänger und Fahrradfahrer spezifizierte Variante, verlasse mich aber bei geplanten Touren auf einen einfachen Strich, dem ich nachfahre. Radwegrelationen abseits der Straßen sind bei weitem noch nicht so gut erfasst, wie das öffentliche Straßennetz bzw. nach meinen Erfahrungen proprietär und/oder teuer.
Der oben erwähnte Strich (Track) muss vorher zu Hause am PC gezeichnet werden und kann (muss aber nicht) unterwegs auf dem Display des Navigationsgerätes (ich nutze dazu mein Handy) auch mit einer Karte unterlegt werden. Letzteres Vorgehen hat den Vorteil, nicht auf den Datenbestand eines einzigen Kartenanbieters angewiesen zu sein. Unter http://www.trackspace.de kann man für die Planung mehrere Kartengrundlagen (z. B. Karten von TeleAtlas, Luftbilder und auch OSM sowie OCM) nutzen. Die kostenlosen OSM und OCM habe ich dann unterwegs auf meinem Handy dabei. Genug der Details, Näheres in meinem Erfahrungsbericht.
By Eisenbahner on Okt 12, 2010
Da Handy vermag immer mehr zu leisten. Die neuen Betriebssysteme sind für so gut wie alle Anwendungen offen. Ein Vergleich der Anbieter von Fahrradnavigationssoftware und deren Inhalten ist noch sehr mühsam. Aber kostenlos ist, wenn man Hardware und Software rechnet, leider nichts. Auch für Fahrradnavigation muss man investieren. Da geht los beim Gerät, die Software mag kostenlos sein, mann benötigt aber zumeist eine Internetflatrate wenn über Handy navigiert wird und alle Möglichkeiten ausgenutzt werden sollen. Praktisch ist es allerdings schon mit ein, zwei Eingaben am Handy die eventuell benötigte nächste Apotheke in der Nähe aufzuspüren und mit einem weiteren Knopfdruck die Route dorthin angezeigt zu bekommen. Dennoch werden sich hier vermutlich die Geister der Technikfreaks und der Kartennutzer scheiden. Als Administrator bleibt mir zu sagen, Gutes hat immer seinen Preis und der technische Fortschritt bleibt sicher den Technikaffinen unter uns vorbehalten. Und dazu gehöre auch ich.
By Radler on Okt 13, 2010
Mittlerweile habe auch ich mit einem HTC Wildfire Handy und Android Software sehr gute Erfahrungen sammeln können. Die Handyapplikation (App) Oruxmaps bietet alle was das Herz begehrt. Es erfordert allerdings ein wenig Einarbeitung um das “Schweizer Taschenmesser” in diesem Bereich zu nutzen. Offene Fahrradkarten (Opencyclemap)können auf Handyspeicher oder SD Karte geladen werden und bieten reichhaltige Übersicht. Allerdings ist ein wenig Vorarabeit notwendig, da die Karte erst einmal an das Handyformat angepasst werden muss. Mit MobileAtlasCreator (kostenfrei im Internet) Karten ins Orux-Format konvertieren. Über den PC geht es wesentlich schneller als direkter Downlaod auf das Handy. Infos unter https://market.android.com/details?id=com.orux.oruxmaps
Wie bekommt man aber nun das Handy ins Sichtfeld gerückt ? Fahrradhalterungen sind nicht universell verfügbar. Deshalb habe ich eine eigene gebastelt. Die Halteschale ist allerdings ein kommerzielles Produkt. Ansonsten habe ich mir mit Teilen aus dem Baumarkt geholfen. Einfach auf das Rohr des Lenkervorbaus geklickt und abbschließend mit schwarzem Klebeband fixiert und fertig war die Halterung. Einfach Einige Bilder hierzu:
http://www.adfc-schwerin.de/wp-content/uploads/2010/08/Halterung_Wildfire.jpg
http://www.adfc-schwerin.de/wp-content/uploads/2010/08/Halterung_Wildfire1.jpg
http://www.adfc-schwerin.de/wp-content/uploads/2010/08/Halterung_Wildfire2.jpg
Es ist allerdings eine Schönwetter-Variante und nicht verstellbar im Sichtwinkel.
Bei Regen kommt das Handy dann in das Kartenfach der Lenkertasche.
Und ein Auswertungstool heißt z.B. mapmytracks.com (englisch, aber leicht verständlich).
Beispiel für eine Auswertung (nach Öffnen einfach auf das blaue Radlerschild klicken und die Strecke wird virtuell abgefahren Geschwindigkeiten sind einstellbar von einfach bis über 100fach, beachtenswert im oberen Teil werden verschiedene Parameter zur Strecke angezeigt):
Get widget
By Radler on Aug 20, 2011