5. Oktober 2011 – 07:16
Minister denkt über Helmpflicht nach (Presse Oktober 2011)
angesichts der Pressemitteilungen habe ich diesen Artikel einmal wieder nach oben verschoben.
Die eindeutige Position des ADFC ist hier nachzulesen.
Das ändert aber nichts an entsprechenden Empfehlungen. (Der Administrator)
Übrigens, wer sich einmal mit einem Helm ausrüsten möchte, der kann sich bei Heidrun Lohse und Bernd Ploigt leihweise damit ausstatten. Die Helme wurden von der Schweriner Verkehrswacht zur Verfügung gestellt.
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Verletzungsrisiko für Radfahrer ohne Helm
Die bei einem Verkehrsunfall erlittene Verletzungsschwere hängt maßgeblich von der Geschwindigkeit ab, mit der sich der Unfall ereignet hat. Für Radfahrer ist hier die Kollisions- oder Aufprallgeschwindigkeit des Gegners entscheidend. Bei Unfällen mit Pkw/Lkw ist ab 15 km/h sicher mit einer leichten, ab 22 km/h mit einer schweren und ab 30 km/h mit einer Schwerstverletzung zu rechnen. Ab 50 km/h Kollisionsgeschwindigkeit ist die Tötung des Radfahrers sehr wahrscheinlich.
In Deutschland besteht keine Helmpflicht für Radfahrer. Verletzungen des Kopfes sind bei Unfällen für Radfahrer aber dominierend:


relative Häufigkeit von Verletzungen bestimmter Körperregionen bei schwer- und schwerstverletzten Radfahrern, die lebend eine Klinik erreichten (Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen, 2009)
Schwer- und schwerstverletzte Fahrradfahrer haben mit Abstand am häufigsten Verletzungen am Kopf (68 % / 89 %), wobei dies ausschließlich für jene Fahrradfahrer ohne Helm gilt. Mit Helm ist das Risiko von Kopfverletzungen erheblich reduziert. Hier wurde nur bei 37 % der Schwerverletzten die Diagnose einer Kopfverletzung gestellt. Es wurde kein Fall eines schwerstverletzten Radfahrers mit Helm beobachtet.
Bernd Sievers
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